So kurz vor Weihnachten, an einem Tag, der eigentlich friedlich, ruhig und besinnlich sein sollte, mussten wir Abschied von unserer sanften Lisa nehmen. Lisa kam vor fünf Jahren zu uns. Sie sah immer aus wie ein junges Kätzchen, da sie sehr zierlich war und immer diesen wachen, verschmitzten Blick hatte. Doch sie war damals schon über 10 Jahre alt, hatte kaum noch Zähne, Arthrose und alle anderen Alterserscheinungen. Das störte sie aber nicht. Sie lag gern draußen in der Sonne, ging in den Katzengarten zu den anderen Katzen oder saß mit uns zusammen auf der Treppe vorm Katzenhaus. Alle mochten sie gern, Katzen wie Menschen, und auch sie mochte alle gern. Das Zimmer, in dem sie lebte, wurde nach ihr benannt, weil wir alle dachten, sie wäre ewig bei uns. Nun ja, auch die Ewigkeit dauert nicht ewig und gestern ist Lisa gegangen. Nicht spektakulär, sondern ganz leise machte sie sich auf die Reise. So, wie sie immer war, einfach nur lieb und leise. In diesem Jahr hatte sich ihr Gesundheitszustand verschlechtert. Sie hatte eine Niereninsuffizienz, die behandelt wurde. In den letzten Wochen nahm sie immer mehr ab, sie verschwand quasi vor unseren Augen. Und zurück bleibt ihre leere Kuschelhöhle. Im Lisa-Zimmer ist es still. Die anderen Katzen, die dort noch wohnen, sind auch ganz still, so, als ob sie an Lisa denken. Wir tun das auch. Wir haben Kerzen für sie angezündet und ihr eine schöne letzte Ruhestätte bereitet. Sie wird in unseren Herzen bleiben und das Zimmer, in dem sie lebte, wird immer das Lisa-Zimmer bleiben. Mach´s gut, du Schatz, du fehlst.......